DIE GUTE UND DIE SCHLECHTE SEITE

Der österreichische Künstler Nikolaus Eberstaller veranschaulicht mit seiner Währung „Honey“ die gute und die schlechte Seite des Geldes. Auf der Vorderseite der Scheine wird die sinnvolle Verwendung stellvertretend durch eine Abbildung des polnischen Schlosses Krasków dargestellt, mit dem eine Stiftung zur Förderung von Künstlern im europäischen Kulturraum dargestellt ist. Die durch den skrupellosen Einsatz von Geld und Macht verursachten Vergehen und Verbrechen werden auf der Rückseite in einem komplexen System geschildert.

Honey Home Made Money Ashes (Installation, Berlin 2011)

Auf jedem Geldschein wird eine der sieben Todsünden thematisiert – mit einer bildlichen Darstellung, einer Allegorie, einem Logo eines global agierenden Konzerns und einer Seriennummer, die sich auf das Anfangsdatum eines Krieges des 20. Jahrhunderts bezieht. So wird auf dem 1000-Honey-Schein die Todsünde Superbia (Hochmut) von einer mittelalterlichen Illustration einer Räderung, der Allegorie eines Pfaus und dem Logo von British Petrol symbolisiert und von der Seriennummer W01091939, dem Beginn des 2. Weltkrieges, begleitet.

© Tina Sauerländer „SAMMLUNG HAUPT Dreißig Silberlinge – Kunst und Geld“ ISBN 978-3-86228-086-5